Morgens Kaffee, nachmittags Tee und abends Espresso
Morgens Kaffee, nachmittags Tee und abends Espresso
Diese tägliche Mischung heißer Getränke dürfte zahlreichen Genießern bekannt vorkommen – muss man sich so doch nicht für eines der geliebten Heißgetränke entscheiden. Doch auch Kaffee ist nicht gleich Kaffee, Teesorten gibt es beinahe in vierstelliger Zahl, und Espresso ist inzwischen sogar bereits in den Spezialausführungen Macchiato oder mit Cognac anzutreffen. Wer sich bei all der Qual der Wahl zwischen Kaffee, Espresso und Tee nicht entscheiden kann, dem mögen folgende Erläuterungen eventuell eine Hilfestellung sein:
Kaffee:
- Auch gemahlener Kaffee wird Bohnenkaffee genannt – der erklärte Ursprung soll die Abgrenzung zu Kaffeesorten aus beispielsweise Malz ziehen.
- Mehr als 50 Nationen rund um den Globus widmen sich dem Anbau der Bohnen, die je nach Ort und Art in Geschmack und Qualität variieren.
- Fest steht, dass eine Tasse Kaffee rund 100 mg Koffein enthält, strittig ist jedoch, ob das schwarze Heißgetränk positive oder negative Gesundheitswirkungen nach sich zieht: Aufmunternd oder beruhigend, impotenzfördernd oder Aphrodisiakum, das Herzinfarktrisiko erhöhend oder die Wahrscheinlichkeit von Nierenkrebs senkend? Im Zweifel gilt, was auch auf Rotwein und Schokolade zutrifft: In Maßen macht er glücklich und alt.
- Dass sich Kaffee besonders gut zu Zweit trinken lässt, davon zeugt der sprichwörtliche Kaffeeklatsch.
- Wer täglich mehr als sechs Tassen Kaffee zu sich nimmt, der ist dem Coffeinismus verfallen.
Tee:
- Die Sorten des beliebten heißen Aufgussgetränkes unterscheiden sich nach der Fermentation und werden in grünen, weißen, Oolong, schwarzen und gelben Tee sowie Pu-erh-cha eingeteilt. Hinzu kommen Teespezialitäten aus getrockneten Früchten, aromatisierte Tees mit natürlichen Aromastoffen sowie Instant-Tees.
- Wer unter chronischer Sinusitis leidet, der sollte zum Pfefferminztaufgussbeutel im Supermarkt greifen, um sich bei einem Dampfbad wieder zu erholen.
- Die Teetied der Ostfriesen ist Kultur – hier werden die Zubereitung und der Genuss des Tees wahrlich zelebriert. 2008 hatten die Ostfriesen weltweit den größten Teeverbrauch pro Kopf: Im Durchschnitt gönnte sich jeder knapp 300 Liter Tee – Ostfriesentee, natürlich.
- Tee wird schon seit jeher eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen –ob entzündungshemmend, beruhigend oder krampflösend.
Espresso:
- Natürlich haben ihn die Italiener erfunden. Der konzentrierte Kaffee mit der beliebten Crema-Schaumschicht mag zwar nur ein Schluck sein – aber was für einer! In Deutschland vor allem nach dem Abendessen, in südeuropäischen Ländern eher zum Frühstück als Brötchenersatz genossen oder einfach mal zwischendurch.
- Der kleine Italiener ist so beliebt wie nie – das zeigen all die Espressospezialitäten und -maschinen oder Espressokocher, die sich mittlerweile nicht nur in gut ausgestatteten Cafés, sondern auch in zahlreichen Privathaushalten finden.
- Über die den maximalen Betrag für einen Espresso in Stehen entscheidet in Italien die jeweilige Gemeinde – doch ein Euro pro Bestellung darf landesweit nicht überschritten werden. Wer einen Sospeso, zahlt freiwillig den doppelten Preis und ermöglicht so auch denjenigen, die sich keinen Espresso selbst leisten können, den Genuss des schwarzen Schluckes.
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